Sensoren für medizinische Anwendungen, intelligente Textilien und OLEDs für die Automobilindustrie. Zahlreiche Branchen setzen in ihrem Innovationsprozess auf gedruckte und flexible Elektronik. Die LOPEC, die Internationale Fachmesse und Konferenz für die Printed Electronics Industry, die diese Woche in München stattfand, trägt diesem Trend Rechnung. Mit dem Zukunftsthema 3D-Strukturelektronik gaben Wissenschaft und Industrie dem Thema Mobilität wichtige Impulse.

„Mit mehr als 2.700 Teilnehmern aus 44 Ländern haben wir einen neuen Rekord aufgestellt“, sagt Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München. Immer mehr Anwenderbranchen von der Verpackung über die Medizin bis hin zu Textilien und Sport sehen in der gedruckten Elektronik eine Schlüsseltechnologie für innovative Entwicklungen. „Die überfüllten Gänge zeigen das starke Interesse in allen Branchen“, sagt Senger. Auch die Zahl der Aussteller war so hoch wie nie zuvor. Über 163 Aussteller aus 19 Ländern nahmen an der Messe teil.

Die Automobilindustrie ist der größte Markt und Wachstumstreiber für flexible und gedruckte Elektronik. Von Displays und Touchflächen, die sich nahtlos in den Innenraum integrieren lassen, über selbst verdunkelnde Fenster bis hin zu neuen Beleuchtungs- und Heizkonzepten. Die gedruckte Elektronik spielt in den Fahrzeugen der Zukunft eine immer wichtigere Rolle, sei es in Elektroautos oder fahrerlosen Autos. Klaus Hecker, Geschäftsführer der OE-A (Organic and Printed Electronics Association): „Immer mehr Anwendungen mit gedruckter Elektronik werden bereits realisiert und in Serie produziert. Die 3D-Strukturelektronik erwies sich als einer der wichtigsten Zukunftstrends in der Automobilbranche. Das zeigte sich auch am vollen Publikum für die Podiumsdiskussion und die jeweilige Sitzung der Technischen Konferenz.“

BEREIT FÜR DEN GESUNDHEITSMARKT

Gedruckte elektronische Komponenten wie ultradünne Sensoren oder mikrofluidische Chips eröffnen neue medizinische Anwendungen. Corné Rentrop, Projektleiter im niederländischen Holst Centre: „Wir sind über die Prototyp-Entwicklungsphase hinaus. Die gedruckte Elektronik ist bereit für den Einsatz im Gesundheitswesen. Jetzt geht es darum, die Produkte zu genehmigen und die Massenproduktion so zu gestalten. So dass sie im Alltag eingesetzt werden können.“ Neben dem medizinischen Bereich erweitern auch die Pharma-, Sport- und Textilindustrie ihre Produkte und Anwendungen um die gedruckte Elektronik.

LOPEC-KONFERENZ MIT REKORDBETEILIGUNG

Mit über 200 Präsentationen von Referenten aus 25 Ländern stellte die LOPEC Conference in diesem Jahr einen neuen Rekord auf. Wolfgang Mildner, General Chair der LOPEC, betont: „Die zahlreichen Einreichungen für die Konferenz spiegeln die positive Entwicklung der Branche eindrucksvoll wider. Neue Anwendungsbeispiele und Erfolgsgeschichten von Vertretern führender Weltkonzerne wie Airbus, Continental, IBM und Polar zeigen deutlich, dass die gedruckte Elektronik in verschiedenen Branchen immer mehr zum Alltag gehört.“

LOPEC 2019 IN ZAHLEN

An den drei Tagen kamen mehr als 2.700 Teilnehmer aus 44 Ländern nach München. Das ist eine Steigerung von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 51 Prozent der Teilnehmer kamen aus dem Ausland. Damit hat die LOPEC ihren Status als Weltleitmesse erneut bestätigt. Die stärksten Besucherländer neben Deutschland waren Großbritannien, Frankreich und Österreich. Die 163 Aussteller, darunter DuPont, Evonik, Nissan Chemical Corporation, NovaCentrix, PolyIC und Siemens, kamen aus 19 Ländern.
Die nächste LOPEC findet vom 24. bis 26. März 2020 statt.